Nr. 3 Martin Hölzel: Meister der Sonnenuhren und Gnomonik

Sie stehen vor dem Haus, in dem der Maler und Graphiker, unser ,,Sonnenuhrenvater“ Martin Hölzer fast 5O Jahre gelebt hat.
Bei der Rekonstruktion der Sonnenuhr „De Guldschmiede“ entdeckte Martin Hölzel (1908 bis 1994) seine Liebe zu den Sonnenuhren.
So schuf er schon 1977 für sein Wohnhaus eine eigene Sonnenuhr. In der ersten Fassung stellte er sie noch ohne gnomonische Kenntnisse her. Aber durch genaues Studium und durch kopieren der Sonnenuhren „De Guldschmiede“ und „Beim Schierzdukter“ (die ältesten Taubenheimer Sonnenuhren) war Martin Hölzel in der Lage, diese Uhr gomonisch richtig herzustellen.
Der Spezialist für Sonnenuhren und Dozent an der TU Dresden Willi Hanke konnte feststellen: „Die ist richtig!“ Dies war wie eine Initialzündung für Martin Hölzel und damit begann sein Einstieg in die Gnomonik, das Studium der Sonnenuhren und deren Herstellung.
Allerdings wurde es nach wenigen Jahren aus Materialgründen notwendig, diese seine Uhr zu erneuern. Gemeinsam mit Willi Hanke und Herrn Loske arbeitete dann Martin Hölzel an einer zweiten Fassung.
1985 konnte diese Uhr, nun nach den gnomonischen Richtlinien berechnet, an der Hausfassade angebracht werden. Restauriert wurde diese Uhr 1993, noch durch Martin Hölzel selbst.
Die neuen Besitzer leben seit August 2010 in dem Haus, nachdem sie die langjährige Wohnstatt von Martin Hölzel liebevoll erneuerten. Im gleichen Jahr wurde auch die Sonnenuhr nochmals rekonstruiert.
